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Front Line Assembly WarMech CD Cover

Front Line Assembly „WarMech“

(Artoffact)
Sechs Jahre sind ins Land gezogen, seitdem die Electro-Pioniere um Bill Leeb mit „AirMech“ den Soundtrack zu einem Computerspiel ablieferten; heuer schufen sie mit „WarMech“ passende Klangwelten zur neuesten Carbon Games-Schöpfung. Die Herangehensweise wie auch das klangliche Resultat beider Werke dürften als artverwandt bezeichnet werden.In der Tat sieht Bill selber den neuen Soundtrack in direkter Nachfolge zum Erstwerk dieses bandinternen Nebenarms. In den zumeist um sechs Minuten langen Instrumentaltracks verquicken die Musiker in routinierter Manier Industrial-Komponenten mit finsteren Atmosphären, Ambient-Partikeln und krachig-technoiden Widerhaken. Gewollte Sperrigkeit wird immer wieder durch elegante Geschmeidigkeit gekontert, Noise-Samples mit luftig schwebenden Flächen, melancholisches Grau mit lichthelleren Momenten. Zuweilen präsentieren die Musiker Klangpassagen, die an den Soundtrack von „Bladerunner“ zu erinnern vermögen. Als Anspieltipps sollen an dieser Stelle die kraftvoll-dunklen Collagen „The Imminent“, „Anthropod“ und „The Eminent“ genannt werden. Jeremy Inkel, der in den frühen Wochen dieses Jahres plötzlich von uns ging, hinterließ auf diesem Werk – wie auch auf dem brandneuen, noch nicht ganz vollendeten regulären FLA-Album – seine letzten musikalischen Spuren. Ein Schicksalsschlag für Bill und seine Mitstreiter.
Kym Gnuch
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