CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
Agrezzior Strike Back CD Cover

Agrezzior „Strike Back“

(Infacted Recordings/Soulfood)
Dass Mika Rossi, Jesper Nilsson und Anders Olsson in gleicher Besetzung sowohl mit Autodafeh als auch Agrezzior musikalisch unterwegs sind, macht tatsächlich Sinn, denn: könnte man sich bei manchen Bands fragen, warum sie mehrere Projekte betreiben, die ohnehin gleich klingen, machen die drei Schweden mit Agrezzior deutlich härtere EBM als mit ihrem ein paar Jahre älteren Projekt Autodafeh. War der Vorgänger „Berserker“ weniger straight und brachial, geht „Strike Back“ zurück zu den Wurzeln. Wie schon auf dem 2010er Debüt „Domination“ sind einflussgebende Kultbands wie Nitzer Ebb, Pouppée Fabrikk oder DAF weder zu überhören, noch werden sie von den Bandmitgliedern geleugnet. Da Agrezzior aber nun mal Schweden sind, braucht man keine Angst zu haben, dass hier bloße 08/15-Epigonen am Werk sind. Vielmehr haben die drei Herren ein knüppelhartes EBM-Brett zusammengezimmert, das wirklich Spaß macht, modern klingt und einen unverkennbar eigenen Drive hat. Wer auf genannte Acts und/oder Bands wie CAP, Menticide oder Spetsnaz steht, ist hier an der richtigen Adresse.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2017.
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Monday the 22nd.
2017 Sonic Seducer Magazin

©