CD-Rezension / Review / Kritik

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We Came As Romans Cold Like War CD Cover

We Came As Romans „Cold Like War“

(Sharptone/Warner)
Alles wieder gut. Befürchteten hiesige Fans nach dem eher zurückhaltend gestalteten (in den USA bis auf Platz 11 der Bildboard-Charts notierten) Vorgänger noch einen kommerziellen Ausverkauf, dürfte sich dieses Thema angesichts der wiedererstarkten Wucht von „Cold Like War“ erledigt haben. Der aufgrund seiner latenten Neigung zu sphärischen Elektro-Passagen als Trancecore deklarierte Sound besitzt wieder jene akkurate Schärfe, die We Came As Romans seit ihren Anfängen von der breiten Masse der Konkurrenz abzuheben vermochte. Das elektronische Element tritt hier in Form von „Encoder“ besonders deutlich zutage: ein gewagter Mix aus zickiger Ballerei und treibendem Dancefloor. Das muss man den Jungs aus Michigan erst einmal nachmachen. Macht aber vermutlich keiner. Ferner stehen mit Prachtstücken wie dem herzerweichend motivierenden „Two Hands“, dem kaum minder packenden „Lost In The Moment“ oder dem hymnischen Rausschmeißer „Learning To Survive“ ausreichend Ausrufungszeichen zur Verfügung, die „Cold Like War“ zu besonderer Empfehlung avancieren lassen.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2017.
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