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2015 eisbrecher schock

Eisbrecher
„Schock“
(RCA/Sony)
Hätten wir Eisbrecher-Kapitän Alexander Wesselsky das Schreiben überlassen, würde sich die Rezension von „Schock“ ungefähr wie folgt lesen: „Hallo Welt. Wir haben uns mal wieder selbst übertroffen. Großartige Produktion. Geiles Cover. 14 Songs, die es in sich haben. Nicht die beste Platte der Welt, aber kein bisschen schlechter.“ Zugegebenermaßen recht plakativ und vor allem wenig objektiv. Aber wie gewohnt mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Rein subjektiv und von außen betrachtet gibt es allerdings auch nicht viel zu meckern. Melodiestarker Elektrorock für die Szene-Dancefloors der Republik, Liebesgeflüster mit Pop-Appeal, wütender Aggro-Gesang, Ironie und Provokation zwischen den Zeilen. So kennen wir Eisbrecher. Doch einige Songs werden den ein oder anderen Fan an den Rand der Verzweiflung bringen. Darunter „Nachtfieber“, eine Hommage an die 70er. Oder „Noch zu retten“, „Schlachtbank“ und „Der Flieger“ - Kitsch Galore, der die zerbrechliche und melancholische Seite des Eisbrechers nach außen kehrt. Für die Liebe und die Liebste. Wer’s härter mag, dem sei der Titelsong „Schock“, „Himmel, Arsch und Zwirn“ oder „So oder so“ ans Herz gelegt. Songs mit Ansage und Aussage. Fazit: 52 Minuten Musik, die an allen Ecken und Enden nicht zusammenzupassen scheint. Doch was nicht passt, wird passend gemacht. Darin sind Eisbrecher Meister. Mission gelungen.
Juliane Lüthy


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