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diary of dreams grau im licht

Diary Of Dreams

„Grau im Licht“
(Accession/Indigo)
Am Puls der Zeit zu leben, das kann einiges an Aufregung mit sich bringen. Täglich überschlagen sich in allen Medien die Meldungen über neue Katastrophen, humanitärer, gesellschaftlicher oder politischer Natur. Inmitten all des Wahnsinns ist es von entscheidender Bedeutung, den richtigen Weg zu finden, mit Krieg, Zerstörung, Fanatismus, Egoismus oder Trauer umzugehen. Für Adrian Hates ist Diary Of Dreams das geeignete Ventil. „Grau im Licht“, das zwölfte Studioalbum des Darkwave-Projektes, stellt einmal mehr unter Beweis, welche Schönheit auch aus der Beschäftigung mit all dem Leid entstehen kann. Von der persönlichen bis zur globalen Ebene reicht die Betrachtung. Dunkel, machtvoll und mit dem nötigen Bombast ausgestattet, wirken die zwölf neuen Titel wie aus einem Guss, ohne sich aber zu wiederholen. Kräftige Gitarren wechseln mit atmosphärischen Keyboardteppichen, tief emotionale Balladen mit treibenden Rhythmusattacken. Wie stets mit einer großen Menge an Melancholie ausgestattet, bildet Adrians Stimme den Anker für die dahinschwebenden Gedanken. Das Grau erlangt so nie die Oberhand. Kann man sich wohlfühlen zum Klang der emotionalen Apokalypse? Anscheinend schon.
Peter Heymann

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